Die Kleidung der Landsknechte


Die Landsknechte waren nicht nur für ihre Kampfkraft, sondern auch für ihr extravagantes Erscheinungsbild bekannt. Ihre äußerst bunte Bekleidung bestand aus gepufften und geschlitzten Hemden und Hosen, zu denen sie ein Barett und die nach ihrer Form benannten Kuhmaulschuhe trugen.

Der Ursprung dieser Mode ist wahrscheinlich in der Tatsache zu sehen, dass die enge Kleidung des späten 15. Jahrhunderts im Kampf äußerst hinderlich war. Die Landsknechte schlitzten sie deshalb auf, banden sich Stofffetzen um die Ärmel und ließen die dicken Unterstoffe herauspludern.

Die gepuffte und geschlitzte Kleidung der Landsknechte wurde in adeligen Kreisen als Anmaßung betrachtet. Auf Initiative Maximilians I. gewährte ihnen der 1503 tagende Reichstag zu Augsburg jedoch das Recht, sich nach eigenem Gutdünken zu kleiden.